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Fachzeitschrift:
Autor: Prof. Dr. med. Johannes Levin
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Beschreibung:
Monoklonale Antikörper gegen Amyloid-Beta (Aβ) wie Lecanemab und Donanemab haben in Studien gezeigt, dass sie das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit (AD) verlangsamen können, indem sie pathologische Aβ-Ablagerungen reduzieren und so in die Krankheitskaskade der AD eingreifen. Am 14.11.2024 erteilte das CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) eine Empfehlung bezüglich der Zulassung von Lecanemab durch die Europäische Kommission unter strengen Auflagen. Von einer Therapie ausgeschlossen werden sollen aufgrund der erhöhten Komplikationsrate homozygote Trägerinnen und Träger des Apolipoprotein E4 Allels. Derzeit ist Lecanemab noch nicht für Patienten und Patientinnen verfügbar, mit weiteren Informationen zur Markteinführung kann im ersten Quartal 2025 gerechnet werden. Potenzielle Nebenwirkungen umfassen u. a. zerebrovaskuläre Komplikationen, die Amyloid-related Imaging Abnormalities (ARIA), und Infusionsreaktionen. Zudem setzt der Einsatz solcher Therapien eine flächendeckende Biomarker-basierte Frühdiagnostik von Demenzen sowie spezialisierte medizinische Infrastruktur voraus. Zukünftige Entwicklungen könnten kombinierte Ansätze und personalisierte Therapien umfassen, die über die bloße Aβ-Reduktion hinausgehen, um den komplexen Pathomechanismen der AD gerecht zu werden. Blutbasierte Biomarker könnten zudem eine frühere und breitere Diagnostik ermöglichen.
Transparenzinformation:
Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel-)Industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel-)Firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.
Interessenkonflikte des Autors: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.
Wissenschaftliches Lektorat und Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.
