Essstörungen: Up to date

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Infos

Fachzeitschrift: neuro aktuell

Autor: Prof. Dr. med. Ulrich Voderholzer

Basispunkte: 1

Zusatzpunkte: 1

Zeit: 45 Minuten

Gültig bis: 2026-04-09

Zert. Stelle: Bayrische Landesärztekammer

Beschreibung:

Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die besonders Jugendliche und junge Erwachsene betreffen. Wegen der schwerwiegenden psychischen und körperlichen Folgen ist es von großer Bedeutung, diese Erkrankungen frühzeitig zu identifizieren und eine geeignete Therapie zu beginnen. Es werden 4 Hauptarten von Essstörungen unterschieden: Anorexia nervosa (AN), Bulimia nervosa (BN), BES (Binge-Eating-Störung) und ARFID (Avoidant/restrictive food intake disorder). Bei der Diagnostik von Essstörungen empfiehlt sich eine genaue Exploration der gegenwärtigen Symptomatik sowie eine ausführliche körperliche Untersuchung inklusive Bestimmung bestimmter Laborparameter und technischen Untersuchungen sowie die Erhebung anamnestischer Daten. Insbesondere bei der AN kann es zu einer Vielzahl somatischer Veränderungen und Komplikationen kommen, die sowohl den gesamten Körper betreffen als auch gravierende Auswirkungen auf die physische Gesundheit haben können. Die Therapie erster Wahl ist bei Essstörungen die Psychotherapie, wobei die kognitive Psychotherapie (CBT) bei der BN, BES und ARFID die beste Evidenz zeigt. Bei der AN sind verschiedene spezifische psychotherapeutischen Verfahren wirksam, v. a. im Rahmen eines multimodalen Konzeptes. Bei Kindern und Jugendlichen ist auch eine Familientherapie wirksam. Die Therapie kann ambulant, teilstationär und stationär erfolgen. Die Psychopharmakotherapie spielt eher eine untergeordnete Rolle, lediglich für Olanzapin gibt es mittlerweile eine begrenzte Evidenz bei der AN (off-label) sowie für Fluoxetin bei der Behandlung der BN.

Transparenzinformation:

Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel-)Industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel-)Firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte des Autors: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.

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Fragen

1 von 10

1. Welche Aussage zu der Frühphase von Essstörungen ist richtig?

2. Welche Aussage trifft bei der Anorexia nervosa (AN) zu?

3. Was trifft bei der Bulimia nervosa und Kompensationsstrategien zu?

4. Welches Zeichen würde man am ehesten bei der körperlichen Untersuchung bei einem/einer Patienten/in mit Bulimia nervosa finden?

5. Wodurch zeichnet sich eine Binge-Eating Störung (BES) aus?

6. Welche Aussage zu ARFID ist falsch?

7. Was trifft für die (Differenzial-) Diagnostik von Essstörungen am ehesten zu?

8. Welche Aussage zu laborchemischen Veränderungen bei Untergewicht ist falsch?

9. Welche Aussage zu der Psychotherapie von Essstörungen trifft am ehesten zu?

10. Welche Medikamente sind aktuell in Deutschland für die Behandlung von Essstörungen bei Erwachsenen bereits zugelassen?