Kasuistik: Enzephalopathie bei langjähriger Valproat-Therapie – Fall eines 19-jährigen Mannes mit Influenza-A-Infektion

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Infos

Fachzeitschrift: neuro aktuell

Autor: Dr. med. Claudio Finetti

Basispunkte: 1

Zusatzpunkte: 1

Zeit: 45 Minuten

Gültig bis: 2027-02-12

Zert. Stelle: Bayrische Landesärztekammer

Beschreibung:

Valproat ist ein sehr wirksames und häufig eingesetztes anfallssuppressives Medikament mit breitem Einsatzspektrum (Epilepsie, bipolare Störung, Migräneprophylaxe). Sein anfallssuppressiver Effekt beruht auf multiplen Mechanismen: Hemmung erregender Ionenkanäle und Förderung der GABAergen Hemmung. Allerdings geht die Wirksamkeit mit einem nicht unerheblichen Nebenwirkungsprofil einher, insbesondere hepatotoxischen, hämatologischen und neurologischen Risiken. Valproat-assoziierte Enzephalopathien mit und ohne Hyperammonämie werden in der Literatur als extrem seltene Nebenwirkung der Therapie beschrieben, zumeist bei jüngeren Kindern mit angeborenen Stoffwechseldefekten. Diese Valproat-assoziierten Enzephalopathien treten auch nach langjähriger Therapie mit Valproat auf. Bei jedem Patienten, der mit Valproat behandelt wird, muss an eine solche Valproat-assoziierte Enzephalopathie gedacht werden, wenn eine Somnolenz oder eine andere akute oder subakute neue neurologische Symptomatik auftritt, auch wenn anscheinend andere Ursachen dieser Symptome, wie zum Beispiel eine akute Influenza A-Infektion, eine mögliche Erklärung seinen könnten.

Transparenzinformation :

Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel)industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel)firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren.

Interessenkonflikte der Autoren: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und neutrale Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.

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Fragen

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Valproat ist ein häufig eingesetztes und weltweit verfügbares anfallssuppressives Medikament. Welche Aussage zum Einsatz von Valproat trifft nicht zu

Die Rote-Hand-Briefe des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu Valproat warnen vor

Welches schwere Krankheitsbild ist nicht Valproat-assoziiert

Welche Aussage über die Symptome einer Enzephalopathie trifft nicht zu

Bei welchem anfallssuppressiven Medikament ist in der Literatur neben Valproat ebenfalls das Entstehen einer Enzephalopathie beschrieben:

Welche Symptome sind nicht typisch bei einer Valproat-assoziierten Enzephalopathie

Welches sind Risikofaktoren für das Entstehen einer Valproat-assoziierten Enzephalopathie

Welche Aussage zur Valproat-assoziierten Enzephalopathie ist richtig

Was ist bei einem klinischen Verdacht auf eine Valproat-assoziierte Enzephalopathie diagnostisch zu unternehmen:

Was gehört nicht zur Therapie der Valproat-assoziierten Enzephalopathie: