Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

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Infos

Fachzeitschrift: neuro aktuell

Autor: PD Dr. med. Dipl. Biol. Ulrich Frommberger

Basispunkte: 1

Zusatzpunkte: 1

Zeit: 45 Minuten

Gültig bis: 2026-11-13

Zert. Stelle: Bayrische Landesärztekammer

Beschreibung:

Es gibt keine spezifische Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)-Medikation: Psychopharmaka, die bei anderen Störungen/Syndromen helfen, helfen auch bei der PTBS. Die Wirksamkeit von Psychopharmaka bei chronischer PTBS ist nachgewiesen, aber unterschiedlich: nicht alle sind wirksam. Medikamente (SSRI) können die (chronischen) Symptome ähnlich gut reduzieren wie traumafokussierte Psychotherapie, langfristig scheint Psychotherapie effektiver zu sein.
Traumafokussierte Psychotherapien zeigen hohe Effektstärken. In den Leitlinien wird empfohlen, traumafokussierte Psychotherapie gegenüber Psychopharmaka zu bevorzugen. Häufig ist weder bei Psychotherapie noch bei Psychopharmakotherapie eine vollständige Symptomremission zu erwarten. Auch bei Medikamenten ist eine gute therapeutische Beziehung, ausführliche Psychoedukation und strukturiertes (Nebenwirkungs-)Management sehr wichtig um die Compliance/Adhärenz zu sichern.
Bei somatischer Komorbidität und mehreren Medikamenten sind die Interaktionen zu beobachten und zu prüfen (z. B. mittels Plasmaspiegel, TDM). Es gibt abgestufte Strategien gegen Therapieresistenz, am ehesten eine Kombination aus mehreren Methoden/Verfahren.

Transparenzinformation:

Die Bundesärztekammer und die Bayerische Landesärztekammer fordern auf, mehr Transparenz bei der Förderung von ärztlichen Fortbildungen bzw. CME zu schaffen. Fortbildungsveranstalter sind gehalten, potenzielle Teilnehmer von Fortbildungen darüber zu informieren, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die (Arzneimittel-)Industrie die Veranstaltung unterstützt. Dieser Verpflichtung kommen wir nach und informieren Sie hier über die Höhe der Förderung der beteiligten (Arzneimittel-)Firma sowie über mögliche Interessenkonflikte der Autoren. Diese Fortbildung bzw. CME erhielt für den aktuellen Zertifizierungszeitraum eine finanzielle Förderung von: Westermayer Verlag-GmbH mit 300 €.

Interessenkonflikte des Autors: Bei der Erstellung dieser von der Bayerischen Landesärztekammer zertifizierten Fortbildung bzw. CME bestanden keine Interessenkonflikte im Sinne der Empfehlungen des International Committee of Medical Journal Editors (www.icmje.org). Relevant ist der Zeitraum der letzten zwei Jahre vor Einreichen der Fortbildung bzw. CME durch Mediengruppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG bei der Bayerischen Landesärztekammer. Diese Angaben erfolgen selbstverantwortlich durch die Autoren.

Wissenschaftliches Lektorat und Gutachter: Aktualität der medizinischen Inhalte, Produktneutralität und Werbefreiheit dieser Fortbildung bzw. CME wurden im Vorfeld der Zertifizierung bei der Bayerischen Landesärztekammer durch ein wissenschaftliches Lektorat und ein Review mit zwei Gutachtern geprüft.

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Fragen

1 von 10

1. In welchem Jahr wurde die Posttraumatische Belastungsstörung im DSM erstmals so benannt?

2. Welche Störung ist keine Reaktion auf ein Trauma?

3. Wie viel Prozent der Probanden einer prospektiven Studie an Arbeits- und Verkehrsunfallverletzten zeigte in den Monaten danach eine PTBS?

4. In Deutschland erfüllen laut epidemiologischer Untersuchungen wie viel Prozent die Kriterien einer PTBS?

5. Traumafolgestörungen verursachen jährlich Kosten von…

6. Welches Ereignis gilt nicht als Traumakriterium im Sinne der Posttraumatischen Belastungsstörung in DSM-5 und ICD-10?

7. Was gilt nicht als Symptom der PTBS?

8. Die in der ICD-11 neu aufgeführte „komplexe PTBS“ verlangt zusätzlich zu der obligaten Erfüllung der PTBS-Kriterien drei weitere Bereiche, und zwar:

9. Was gehört nicht zu den Therapieelementen, die sich in evaluierten Therapieformen bei PTBS bewährt haben?

10. Welche Medikamente sind für die PTBS zugelassen?